|
Biologische Wechselwirkungen. Trifft das Laserlicht auf biologisches Gewebe, so kann es zu einer Wechselwirkung kommen. Ob es zu einer Wechselwirkung kommt, ist abhängig von der Wellenlänge des Laserlichtes beziehungsweise von der Art des Gewebes. Unter Wechselwirkung versteht man, dass die Energie des Lasers selektiv in einem speziellen Gewebe aufgenommen wird und den anderen Gewebearten nicht. Durch die Aufnahme der Energie werden spezielle Mechanismen in Gang gesetzt. Der KTP-Laser (Kurve: KTP) wirkt über die Koagulation. Durch Hitze, die ausschließlich im Blutgefäß erzeugt wird, verklumpen (koagulieren) die roten Blutkörperchen. Das Blutgefäß wird einfach gesagt verstopft. Durch eine danach einsetzende Entzündungsreaktion wird das Gefäß abgebaut. Dieses Laserlicht mit der Wellenlänge von 532 nm wird nicht von Wasser absorbiert, in der Haut kommt es zu keiner laserspezifischen Wirkung. Beim Rubin Laser (auf Kurve: Ruby) kommt es durch einen höheren Energiefluss in einer kürzeren Zeit (40 ns) zur so genannten Photodisruption. Darunter versteht man das Aufbrechen von Pigmentmolekülen, also entweder Molekülen von körpereigenem Pigment (Melanin) oder von dunklen Tätowierungsfarben. Aus dem Bild geht hervor, dass das Laserlicht vom Rubinlaser (694 nm) kaum von Wasser absorbiert wird. Deshalb wird die Haut, die über dem Pigment liegt, geschont. Im angehängten Bild sind die Absorptionskurven von biologischen Strukturen bei verschiedenen Wellenlängen ersichtlich.
|
||||||||
Dr. Manfred Fiebiger Alle Kassen |
|||||||||